Du bist im Lockdown Tief?
Ich habe etwas für dich vorbereitet.

Die neue Lebens- und Arbeitssituation beeinflußt auch die neue alte KUNST-KAPELLE-BOITIN sehr stark. Unsere künstlerische Arbeit ist von der Schließung erfaßt. Bei den meisten liegt das Malen brach.

Heute möchte ich euch inspirieren.

Überall ist das Thema „Pandemie“ präsent. Mach´ das Radio an, schlage die Zeitung auf, telefoniere, was kommt…, richtig!

Wie wäre es, sich künstlerisch, malerisch mit der Pandemie zu befassen? Kunst ist seither ein Mittel gewesen, mit dem sich Menschen über Krisen auseinandersetzen und sich so dem komplexen Thema annähern, auch die Probleme damit von der Seele malen, und somit auch besser verstehen.

Eine künstlerische Umsetzung kann die verschiedensten Aspekte von Corona beleuchten.
Soziale Distanz, räumliche Trennung, das Gefühl von Leere, menschenleere Natur oder Städte, das Virus selbst oder auch das Alltägliche aus dieser Zeit , z.B. Masken, Klopapier wird zum Thema. Das alles kann künstlerisch bearbeitet und in den Fokus gestellt werden. Es können Bilder gemalt werden,( eins oder eine Serie ), Collagen hergestellt werden, Du kannst mit Fotos arbeiten, sticken, kleben, bauen, alles, was dir einfällt.

Aber es gibt auch andere Aspekte, z.B. die Chance der Selbstreflexion, des Zu-sich-selbst-kommens, oder der Konzentration auf das Wesentliche, was auch immer das für dich ist.

Um das Malen nicht ganz einzustellen, sind das vielleicht interessante Anregungen, um zum Pinsel und Farben zu greifen.

Da wir uns nicht persönlich treffen können, biete ich Tips, Tricks, und Unterstützung online über Zoom oder Skype , oder telefonisch an.

Vielleicht ist es für dich auch willkommen, dieses Projekt nicht allein anzufangen und du fühlst dich besser in Gesellschaft mit anderen Mitmalerinnen. Wir werden uns z.B. einmal in der Woche über Zoom treffen und uns
austauschen. ( Ihr könnt mich gern fragen, wie das funktioniert! ) zuhause arbeitest du dann in deinem eigenen Tempo.

Der Beginn der Challenge ist am 18. January 2021, am 18. Mai 2021 endet das Projekt. Einsteigen kann man auch noch zu jedem späteren Termin.

Jetzt habe ich das Wort Challenge benutzt, das heißt übersetzt Herausforderung / Wettbewerb. Beide deutschen Worte hören sich nach Schwieigkeiten und Sieger und Verliere an, deshalb habe ich von einer Challenge geschrieben. Ich finde, das klingt mehr nach Spaß und Malen in einem gemeinsamen Projekt, bei dem man sich gegenseitig unterstützt.

Ich stelle mir vor, daß wir nach dem „Einsendeschluß“ die Bilder ausstellungsreif fertig stellen und dann eine Ausstellung für den diesjährigen Sommer planen.

Dann nämlich sind die Grenzen wieder offen, und es können sich so viele Leute treffen, wie sie wollen. Wir feiern dann alle gemeinsam unsere Kreativität in einem rauschenden Fest! Und lassen Besucher daran teilnehmen!

Jetzt bin ich gespannt, ob ich einige Interessentinnen und Interessenten dafür motivieren kann. Ihr könnt euch bis zum 18.01.2021 unter kunst@astridkeimer.de für das Projekt anmelden. Ich sende euch dann noch nähere Infos zu, vor allem, wie und wann wir die Online-Treffen gestalten und wie ihr euch bei Fragen zum Bild , zur Technik, zum Thema Unterstützung bei mir holen könnt.

Die Anregung für dieses Projekt habe ich durch das Hören der Sendung im NDR „ am Morgen vorgelesen“ bekommen. Eine große Annehmlichkeit ist es ja momentan, um halb neun Uhr im Bett sitzen zu dürfen und bei einem ersten Kaffee der Sendung zuzuhören. In der Lesung „ Panterzeit“ von Marica Bodročić hören wir, wie die Schriftstellerin über Umwälzungen in sich selbst und in ihrer Umwelt ,durch die Corona-Pandemie ausgelöst, schreibt. Dabei hadert sie keinesfalls nur mit der Situation, sondern beschäftigt sich auch mit den Chancen, die in der Krise aufschienen.

Vorangestellt hat sie ihrem Buch folgenden Satz:

Kommentare (6)

  • Danke für die Zeilen. Wir ziehen alle Nutzen aus den vielfältigen Möglichkeiten, mit Hilfe von Kunst und Kreativität aktiv zu sein. Gerade in dieser Zeit.
    Der Online-Kurs geht nun bald zuende, und wir haben in der Zeit viel über uns gelernt! Man kann ja immer nur so malen, wie man auch lebt! Oder auch schreiben ! Alles Gute…

  • Hallo Gertraud,

    Mit Interesse habe ich deine Zeilen gelesen. Ich wusste schon immer, daß Du keine Langeweile hast und dir immer etwas einfällt, was dir dann Freude macht. Deine positive Art ist etwas sehr schönes und ein Lichtblick in der momentanen Situation.
    Wann wir uns wohl wiedersehen werden? Es sieht ja nicht so rosig aus,
    Herzliche Grüße,
    Astrid

  • Liebe Astrid,

    ja eine wunderbare Lesung aus dem Buch “ Panterzeit“
    Dinge verändern und nicht gegen sie ankämpfen, ist eine große Chance mit der Situation umzugehen.
    Ich kann es auch geschehen lassen, im Moment nicht zu malen.
    Ich brauche die Mitte und Anwesenheit der Menschen , um dann im Geschehen zu versinken ,um den Pinsel und ein leeres Blatt zu ergreifen.

    Zoomen ist nicht so mein Medium. Auch wenn es zur Zeit angesagt ist und viele damit gut zurecht kommen. Ich brauche die Menschen um mich herum.
    Aber ich komme auch mit mir und meinem Sein , meinen Gedanken , lesen, Radiohören ,spazieren oder walken in der Natur gut zurecht.
    Ab und zu entstehen kleine Zeichnungen und ja ich zoome hin und wider für meinen Gitarrenunterricht und Yoga mit meiner Tochter.
    Doch es kommt mir so leer vor.
    Heute habe ich mit einer 21 Tage Meditation begonnen. Es geht um Entfaltung , Zeit für sich selbst, Selbstreflexion, neue Sichtweisen oder alte, schöne vertiefen.
    Heute hatte ich die Aufgabe, in mein Heftchen 50 Menschen , die meinem Leben einen Mehrwert gegeben haben , aufzuschreiben. Erstaunlich, wieviel Positives und wie viele Menschen mir dazu einfielen.
    Ich freue mich auf unsere erste Begegnung in Boitin. Dieser Ort hat auch etwas besonderes und entschleunigendes und gehört mit zu den Menschen und Dingen, die meinem Leben einen Mehrwert geben.

    Bis dahin wünsche ich dir eine gute Zeit.

    Liebe Grüße
    Gertraud

  • Wunderbare Idee! Schon immer waren Umbruchszeiten wichtige Zeiten für Künstler – auf allen Ebenen! Soeben hörte ich einen Auszug aus dem hier erwähnten Buch „Panterzeit“ auf WDR3. Das hat mich tief beeindruckt. Malen ist nicht das einzige Medium des seelischen Ausdrucks. Schreiben ist genau so wichtig! Danke für die Anregungen!

Hinterlasse ein Kommentar