Bei dem zur Zeit laufenden Onlineprojekt geht es um die Corona-Pandemie und deren Folgen. Schon seit jeher setzen sich Künstler mit dem, was sie beschäftigt künstlerisch auseinander.

Da wir uns nicht im Atelier treffen können, arbeiten wir zuhause und treffen uns 1x in der Woche online zu einem Meeting, um uns auszutauschen. Es werden Maltechiken per Videoclips erklärt, Tips gegeben, Probleme gelöst… alles, was während der Woche beim Malen zuhause passiert ist, wird betrachtet, besprochen und neue Impulse werden gesetzt.

Man ist nicht allein und arbeitet in einer Gruppe mit allen Vorteilen, die sie bietet.

Das Projekt läuft bis zum kommenden Mai. Danach werden wir dann irgendwann hoffentlich in einer Ausstellung in der KUNST-KAPELLE-BOITIN unsere Arbeiten zeigen können und uns leibhaftig gegenüberstehen können!

Damit das Projekt Gestalt annehmen kann, brauchen wir ein Konzept. Wahrscheinlich wird sich der Plan nicht so realisieren, wie wir denken, denn der künstlerische Prozeß verläuft meistens sehr überraschend anders. Aber irgendwie müssen wir ja anfangen.

Damit komme ich zum heutigen Thema:

Das Moodboard

„mood“ heißt übersetzt „Stimmung“ und „board“ bedeutet „Tafel“.

Hauptsächlich wird das Moodboard von jedem, der sich im kreativen Prozeß befindet und von Kommunikations-und Designerberufen benutzt. Es funktioniert wie ein Nordstern für das Projekt.
Oder wie ein Leitfaden, der dabei hilft, daß dein Projekt visuell darstellbar wird.

Möglichst viele Ideen und Inspirationen unterschiedlichster Art werden zu einem bestimmten Thema gesammelt. Diese Sammlung vermittelt eine Atmosphäre, eine Stimmung, die durch die vielfältigen Eindrücke ihrer Teile verdeutlicht, was in dem Projekt zum Ausdruck kommen soll und dem visuellen Charakter entspricht.

Für unsere Absicht ist eine Collage geeignet.

Was wird in einem Moodboard aufgenommen

Bilder, eigene oder aus Zeitungen und Illustrierten ausgeschnitten, Farben und Farbstimmungen,
die eine bestimmte Stimmung ausdrücken, Farbproben, Zeichnungen, Skizzen

Visuelle Metaphern = Bilder, Farben und Formen, die übertragene Bedeutungen vermitteln. Sie lösen eine bestimmte Assoziation aus, und muten an, ähnlich wie das Thema selbst.

Wörter, Botschaften und kurze Sätze, die mit dem Projekt verbinden sind.

Materialien und Texturen

Überlegungen über das Moodboard

Das Moodboard ist ein Sammelsurium von Bildern , Texten, Notizen Farbproben und Gegenständen. Es ist k e i n konkreter Entwurf, sondern mehr ein Brainstorming, das auchfuturistisch, unvernünftig, phantastisch oder spielerisch sein kann.
Sammle ruhig eine Menge Bilder und Dinge, umso besser kannst du experimentieren. Füge immer wieder Neues hinzu, sortiere aus und verändere, benutze nur Ausschnitte von den Bildern, arrangiere ganz intuitiv. Während des Entstehens entwickelt sich das Moodboard, und Ideen visualisieren sich. Spiele mit den Collageschnipseln bis sich ein stimmiges Bild ergibt und du eine Metapher zu deinem Projekt gefunden hast.

Man lernt, was am besten funktioniert und wie man bessere Entscheidungen im künstlerischen Prozeß trifft.

Am Ende suchst du dir aus deiner Materialflut nur ein paar wenige Sachen aus. Alles, was sich nicht absolut stimmig anfühlt, sortierst du aus, bis nur ein paar sehr gute Bilder oder Collagematerial übrig bleiben , die perfekt für das stehen, was dein Projekt aussagt.

Lege das Moodboard für das ganze Projekt an. Daraus ergeben sich auch Einzelbilder. Gute Bilder findest du im Internet oder in Zeitungen/Zeitschriften. Du kannst das Moodboard wie eine Pinnwand anlegen oder es digital erstellen. Ich benutze dafür eine App, die meine Bilder zu einer Collage zusammenstellt. Z.B. PicCollage

Wenn du dein Moodboard veröffentlichen möchtest, berücksichtige das Urheberrecht. Bilder zur kostenlosen Verfügung findet man bei „unsplash“.

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