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	<title>Ölmalerei-Archiv - Astrid Keimer</title>
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	<title>Ölmalerei-Archiv - Astrid Keimer</title>
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		<title>Altmeisterliche Malerei mit Materialien von heute</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Apr 2024 11:27:13 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://astridkeimer.de/2024/04/04/altmeisterliche-malerei-mit-materialien-von-heute/">Altmeisterliche Malerei mit Materialien von heute</a> erschien zuerst auf <a href="https://astridkeimer.de">Astrid Keimer</a>.</p>
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									<p>Nachdem die Malsaison wieder begonnen hat, habe ich voller Energie einige Projekte angeschoben, dabei bleibt dann das Schreiben auf der Strecke!</p><p>Aber jetzt will ich von unserem neuen Projekt berichten. Nach mehrfachen Anläufen ist jetzt eine Gruppe zustande gekommen, die sich an 6 Nachmittagen mit der altmeisterlichen Malerei beschäftigt. Anstatt der alten Malmaterialien nehmen wir allerdings heute gebräuchliche Farben, Bindemittel, etc., wollen aber sonst alles so machen, wie es im 15./16. Jahrhundert üblich war.</p><p>Warum machen wir das? Ist es nicht etwas unzeitgemäß, wenn wir auf alte Methoden zurück greifen? Und wird vom Künstler nicht etwas anderes erwartet, nämlich kreative und innovative Bilder zu heutigen Themen?</p><p>Meine Antwort darauf ist, daß es für mich einen ganz großen Gewinn hat, nämlich den der Kompetenzen über die künstlerischen Ausdrucksmittel. Ich lerne so viel über das Handwerkzeug der Malerei, und das stellt einen großen Mehrwert für meine Malerei dar.</p><p>Vorweg sei gesagt, ein gutes Bild entsteht nicht Dank eines Rezeptes oder der Einhaltung einer Technik. Aber gleichzeitig hilft uns das Handwerk, ein gutes Bild zu machen. Es gibt auch nicht ein einziges Konzept, mit dem die alten Meister aus vergangenen Jahrhunderten malten, jeder hatte sein eigenes „Rezept“. Aber ihnen allen gleich ist das methodische Malen. Bevor es an die eigentliche Malerei geht, wird zuerst grundiert, dann wird eine Zeichnung angefertigt, danach kommt eine Untermalung.</p><p>Nachdem ich immer wieder zu dem Ablauf der einzelnen Malschritte gefragt wurde, habe ich versprochen, alles noch einmal detailliert aufzuschreiben. Voilá, hier ist es:</p><p>Zu Beginn der Arbeit müssen wir uns vorstellen, daß wir die Anforderungen in verschiedene Phasen teilen:</p><p><strong>1. Die Grundierung</strong></p><p>Die Grundierung hast mehrere Aufgaben. Zum einen glättet oder strukturiert sie die Bildfläche und schafft eine gleichmäßige Saugfähigkeit und Haftung für die Farben. Würde man z.B. Ölfarbe direkt auf die unbehandelte Leinwand auftragen, würde das Gewebe einen großen Anteil Farbe schlucken und dann die Farben stumpf erscheinen lassen. Die Grundierung mit Weiß ist ein Reflektor für die folgenden Ölschichten, die dann wesentlich mehr leuchten. Außerdem ist die Grundierung ein guter Träger für die folgende Unterzeichnung.</p><p>Wir haben auf einer Leinwand oder Papier ( mind. 170 gr ) gemalt. Beides wurde mit Gesso grundiert ( fertig gekauft ).</p><p>Der klassische Bildträger waren im Mittelalter hauptsächlich aus Holz. Damit es sich nicht verzieht, wurde es beidseitig geleimt, unebene Stellen oder Risse wurden ausgebessert und dann kam eine Kaschierung mit Leinenstoff darauf, darauf wurde grundiert.</p><p><strong>2. Die Vorzeichnung</strong></p><p>Wir beginnen mit einer Bleistiftzeichnung. Weil sie das Gerüst für das Bild ist, sollte die Zeichnung sorgfältig ausgeführt werden. Je detaillierte du zeichnest, umso einfacher wird später die Malerei für dich sein. Mit dem Gedanken in dieser Phase, ”jetzt kommt es ja noch nicht so darauf an“, läßt du vielleicht etwas Verzeichnetes stehen, was sich später aber rächt ! Denn die Bleistiftzeichnung ist relativ einfach zu verbessern, bei der späteren Korrektur der Malerei wird es schon komplizierter!</p><p>Die Zeichnung wird mit Schattierungen ( Schraffuren ) ausgeführt, es werden die tiefsten Dunkelheiten genau wie Zwischentöne eingezeichnet. Auf diese Weise wird die plastische Wirkung unserer Zeichnung erhöht. Später, wenn wir beginnen mit Öl zu malen, wirkt alles, was jetzt gezeichnet wird, durch die mehr oder weniger transparenten Farbschichten hindurch. Man kann also sagen, die Vorzeichnung bestimmt die malerische Qualität des Bildes. Oder: sie ist die halbe Miete für das Bild.</p><p>Das Unterzeichsmittel bei uns wie auch bei den Alten Meistern waren ausser Bleistiften auch Pinsel, verschiedene Tinten, Silberstifte, Bleigriffel, Kohle, Kreise, und Rötel.</p><p><strong>3. Zwischenfirnis</strong></p><p>Zuerst firnisse ich das Bild mit z.B. einem Pastell-Fixativ. Dadurch verwische ich den Bleistift nicht, wenn ich anschliessend mit einem Acrylbinder ( z.B. Caparol ) das Bild komplett dünn überziehe. Es wird sozusagen versiegelt. Wenn du nun in den nächsten Schritten einen Fehler machst, kannst du einfach die Farbe wieder abwischen und deine Zeichnung bleibt unversehrt erhalten.</p><p>Früher diente als Schutz z.B. eine Harzlösung , die gemischt war mit einer sehr geringen Menge trockenem Öl.</p><p><strong>4. Untermalung / Imprimitur</strong></p><p>Wenn der Acrylbinder trocken ist, überziehe ich das gesamte Bild mit einem breiten, flachen Pinsel mit einer mit Wasser verdünnten Acrylfarbschicht und wische die Stellen, die hell bzw. frei von Farbe bleiben sollen mit einem weichen, freuchten Lappen wieder frei. Die Farbe wird also da, wo sie nicht sein soll, wieder herausgewischt und in den Schattenbereichen bleibt sie stehen. Durch diese halbdeckenden und lasierenden Farbschichten wirkt die Zeichnung immer noch durch. Da die dünne Acrylfarbe sehr schnell trocknet und Acrylfarbe wasserfest ist, kann man das Bild schrittweise bearbeiten und nicht die ganze Fläche auf einmal mit der Untermalung überziehen.</p><p>Mit dem Farbton dieser Untermalung bestimme ich schon den farbigen Charakter der Malerei und kann eine bestimmte Atmosphäre schaffen. Ich bevorzuge eine gedämpfte Farbe wie z.B. Indigo, Grün, Ocker, Siena gebr. oder Blau. Ideal ist auch die Komplementärfarbe zu dem Farbton, den ich später mit der Ölfarbe plane. Ein matter Grünton wie z.B. Grüne Erde wird gern für die Untermalung eines Porträts genommen, denn über diesem Grundton ermischen sich die Mitteltöne und Schatten schon von selbst durch stärker und schwächer deckenden Auftrag von nur einer hellen Hautfarbe ( die Bleistiftschraffur der Zeichnung wirkt dabei mit !) Hauttöne auf Grün erscheinen auch besondes lebhaft.</p><p>Ursprünglich kam die Imprimitur in der Renaissance erstmals vor. In Deutschland und den Niederlagen wurde sie vor und in Italien nach der Vorzeichnung aufgetragen. Sie bestand aus einer dünnen Ei-Tempera Farbe.</p><p>Beliebt war die Farbe Grau als Untermalung. Mit Weiss , Schwarz und der Mischfarbe Grau konnten die Künstler Schichten aus Schatten, Glanzlichtern und Kontrasten anlegen, bevor sie die farbigen Lasuren hinzufügten.</p><p>Verdaccio ist der italienische Name für eine Untermalung mit der Farbmischung aus schwarzen, weißen und gelben Pigmenten, die zu einem grauen oder gelblichen (je nach Anteil) sanften grünlichen Braun führt. Diese Farbe wurde unter anderem vor allem als Untermalung von Porträts benutzt.</p><p>Die rote Erdfarbe Bolus wurde vor allem als Untermalung für Goldgründe eingesetzt.</p><p><strong>5. Zwischenfirnis</strong></p><p>Ist die Untermalung gut durchgetrocknet, kommt erneut ein Firnis aus Acrylbinder über alles, mit dieser dünnen Schicht versiegelst du dann auch die Untermalung.</p><p>Dieser Schritt ist nicht unbedingt notwendig, denn die Acrylfarbe läßt keine Farbe durch. Zur Sicherheit führe ich ihn dennoch, vor allem bei einem Porträt, in dem ich keine Unregelmäßigkeiten im Farbauftrag haben möchte.</p><p>Wir können uns heute die fertigen Öltuben im Malbedarfshandel kaufen. Bis in das 19. Jahrhundert haben Künstler ihre Malfarben mit Pigmenten und einem Bindemittel angerieben.Das Bindemittel soll die Pigmentteilchen untereinander und auf dem Malgrund verkleben. Das früheste bekannte Bindemittel war Bienenwachs. Das wichtigste im Mittelalter war das Ei, bzw. eine Emulsion aus einem Eigelb, Wasser und Leinöl. Jeder Meister hatte sein eigenes Rezept. Das Thema ist sehr komplex und würde hier dern Rahmen sprengen….</p><p><strong>6. Die Malschichten</strong></p><p>Die Malschicht der Gemälde wurde früher mit mehreren Farbschichten aufgebaut. Dabei wurden die Farben übereinander gemalt, nicht nebeneinander.</p><p>Durch das Übereinander legen der Farben entstehen weitere Farben, z.B. Blau auf Gelb = Grün, es ist vergleichbar mit einem Farbfilter, der auf die vorhandene Malschicht gelegt wird. Selten wurden die Farben untereinander gemischt. Nur Weiß machte eine Ausnahmen, man braucht es zum Aufhellen der Farben.</p><p>Die erste Malschicht mit Ölfarbe wird folgendermaßen aufgebracht:</p><p>Nachdem alles gut durchgetrocknet ist, wird reine Ölfarbe in einer nicht zu dünnen Schicht über die Untermalung gelegt. Da die Ölfarbe manchmal etwas zäh aus der Tube kommt, kann man sie mit einem Malmittel oder etwas Öl ( z.B. mit Balsamterpentin, oder wer geruchsempfindlich ist , nimmt Terpentinersatz-Öl, geruchlos) geschmeidig machen, aber bitte nicht zu viel davon benutzen, sonst trocknet das Bild lange nicht und wird speckig. Lieber die pastige Farbe mit einem Lappen verreiben.</p><p>Mit der Ölfarbe wird wieder das gesamte Bild so überzogen, daß man auch noch die Zeichnung wiederfinden kann . (Deshalb ist es wichtig, die Vorzeichnung auch nicht zu zaghaft auszuführen) Auch jetzt wische ich die Ölfarbe wieder dort heraus, wo ich helle Stellen haben möchte, arbeite mit Schattierungen und erhalte so etwas wie eine Patina. Dabei kann ich mir Zeit lassen, denn die Ölfarbe trocknet nicht sehr schnell. Diese Ölschicht male ich gern mit Van-Dyk-Braun, Grüne Erde, Siena gebrannt oder Preußischblau,meiner Meinung nach eigenen sich dunklere Farben besser als ein helles Gelb.</p><p>Damit sind alle vorbereitenden Arbeiten abgeschlossen. Zu der nun folgenden typischen Malweise der Ölmalerei der Alten Meister, dem Malen in Lasur-Schichten, funktionieren die einzelnen Farbaufträge wie farbige Filter, durch die man auf die unterwärts liegende Schicht blickt. Es entsteht ein sogenanntes Tiefenlicht mit einer besonderen Leuchtkraft. Dadurch, daß die Ölfarbe langsam trocknet, ist es möglich, die noch nassen Farben miteinander zu vermalen in viele verschiedene Maltöne.</p><p>Aber Vorsicht, werden sich zu viele Farbschichten vermischen, verschlammt die Farbe. Deshalb sind Zwischentrocknungen immer notwendig.</p><p>Hier kommen noch ein paar Fotos von Bildern, die noch in Arbeit sind. Zu sehen sind die Zeichnungen mit der Untermalung in Acryl, die erste Ölschicht und dann die Öllasuren. Fertig ist alles noch nicht, diese Bilder werde ich dann nachträglich noch einstellen.</p>								</div>
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									<p>Wir haben für das erste Ausprobieren mit dieser Technik ein Stillleben gewählt, das wir frei gezeichnet haben. Das nächste Thema wird ein Bild sein, das wir von einem eigenen Foto abzeichnen, davon das nächste Mal hier mehr.</p><p>Viel Spaß beim Betrachten oder sogar beim Ausprobieren dieser alten Technik mit neuen Materialien!</p>								</div>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://astridkeimer.de/2024/04/04/altmeisterliche-malerei-mit-materialien-von-heute/">Altmeisterliche Malerei mit Materialien von heute</a> erschien zuerst auf <a href="https://astridkeimer.de">Astrid Keimer</a>.</p>
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		<title>Cold Wax Medium</title>
		<link>https://astridkeimer.de/2021/03/10/cold-wax-medium/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[vicon]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2021 17:42:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Heute soll es um das Malen mit dem ColdWax-Medium gehen. Die ersten Schritte, also das Basiswissen findet ihr im Blog vom 01. November 2020, &#8222;Öl und Wachs &#8211; erster Einblick in eine alte Technik&#8220; &#8211; am schnellsten findet ihr dorthin, wenn ihr in die Leiste &#8220; Suche&#8230;.&#8220; diesen Titel eingebt! Jetzt befassen wir uns damit, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://astridkeimer.de/2021/03/10/cold-wax-medium/">Cold Wax Medium</a> erschien zuerst auf <a href="https://astridkeimer.de">Astrid Keimer</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://astridkeimer.de/wp-content/uploads/2021/03/679E0327-F922-445D-B7B4-16A6F0217114-e1615395655125.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-2597" src="https://astridkeimer.de/wp-content/uploads/2021/03/679E0327-F922-445D-B7B4-16A6F0217114-e1615395655125.jpeg" alt="" width="600" height="800" /></a></p>
<p>Heute soll es um das Malen mit dem ColdWax-Medium gehen.</p>
<p>Die ersten Schritte, also das Basiswissen findet ihr im Blog vom 01. November 2020, &#8222;Öl und Wachs &#8211; erster Einblick in eine alte Technik&#8220; &#8211; am schnellsten findet ihr dorthin,<br />
wenn ihr in die Leiste &#8220; Suche&#8230;.&#8220; diesen Titel eingebt!</p>
<p>Jetzt befassen wir uns damit, wie du  eine halbtrockene Farbfläche ( Öl-Kaltwachsgemisch 1:1 ) weiterbearbeiten kannst.<br />
Es gibt sehr viele verschiedene Möglichkeiten, die Farbfläche interessant zu gestalten.</p>
<p>Benutzt wird  Ölfarbe, Kaltwachs Medium, weiche Ölkreiden ( z.B. Sennelier ) oder Pigment in Kaltwachs ( die Kaltwachspaste ist dann das Bindemittel für das Pigment)<br />
Für diese wachshaltigen Substanzen benutzt du für die Beschreibungen des ersten Abschnittes am besten saugendes Papier, eine Farbwalze oder Spachtel, div. Materialien zum Bearbeiten der Oberfläche</p>
<p>&#8211; weil ich öfter gefragt werde: nein Acrylfarbe eignet sich nicht in Verbindung mit ColdWax Medium &#8211;</p>
<p>Ich möchte euch vorstellen, wie ihr mit <strong>Monotypien</strong> und <strong>ColdWax</strong> arbeiten könnt. (Bild 1, 2 und 2 A )</p>
<p>Diese Technik ermöglicht es, nasse Farbe auf das Bild abzudrucken. Vor allem, wenn es sich um eine Zeichnung handelt, die du auf das Bild transferieren möchtest, wählst du diese Methode.</p>
<p>1. Es funktioniert so, daß man die Farbe gleichmäßig auf eine Druckplatte aufträgt. Ich nehme immer eine Glasplatte und rolle mit der Farbwalze die Farbe auf.</p>
<p>2. Darauf lege ich sehr vorsichtig ein Blatt Papier. Achtet darauf, dann nicht mehr auf das Papier zu fassen, auch die Fingerabdrücke sind dann später zu sehen!</p>
<p>3. Mit einem Bleistift, Kuli,Löffelstiel oder was auch immer wird auf der Rückseite des Papiers gezeichnet oder Farbe abgerieben. Dadurch wir die Druckfarbe auf das Papier abgedrückt.</p>
<p>4. Der Abdruck auf dem Papier wird auf das Bild transportiert, d.h. wird auf dem Bild abgedruckt. Wenn du mit der Walze noch einmal darüber rollt, wird die Farbe gut angedrückt!</p>
<p>Die Oberfläche, auf die du etwas abdruckst, sollte halbtrocken sein. Auf diese Weise können sich die Farboberflächen noch besser verbinden, und die Motive oder Farbflecken sehen nicht so &#8222;aufgesetzt&#8220; aus.<br />
Es können dabei auch leichte Strukturen entstehen.</p>
<p>Du kannst es dir auch etwas einfacher machen und die Farbe direkt auf ein Papier auftragen, um es dann auf dem Bild abzudrucken. ( Bild 3,4 und 5 )</p>
<p>Langweilige oder monotone Oberflächen werden so aktiviert und wirken lebendiger. Kontrastierende, hellere oder dunklere Flecken, oder auch Zeichen und Markierungen können kompositorisch eingesetzt werden. Bei den Abdrücken entstehen schöne zurückhaltende Kanten und malerische Details, während bei dem Aufmalen solcher Elemente eher ein klar umrissener Eindruck entsteht.</p>
<p>Selbst wenn diese Stellen wieder bedeckt werden, weil du anschließend weiter in deinem Bild mit Farbe schichtest, werden später die Flecken oder Markierungen durchscheinen, wieder freigelegt und machen die Oberfläche lebendig.</p>
<p>Du solltest diese einfachen Monotypien immer dann einsetzten, wenn du eine gute, halbtrockene Oberfläche hast. Das heißt zwischendurch und nicht am Ende des Malprozesses. Du kannst zwischendurch auch immer ritzen, einkerben, abdrücken usw. Je mehr du machst, umso besser wird die Oberfläche mit dem Cold Wax Medium. Das gilt besonders für monochrome Farbflächen.</p>
<p>Experimentiere mit verschiedenen Papieren, z.B. Wachspapier, Küchenpapier, Zeitung, Pappe, Wellpappe, Folie &#8211; alles hat seine eigenen Strukturen und seinen eigenen Charakter. Vergiß nicht, auch noch mit einer Walze drüber zu rollen, sodaß sich die Farben noch besser verbinden. Der Effekt ist immer zufällig.</p>
<p>Am Besten ist es, wenn du nicht zu viel Farbe für dieses Druckverfahren benutzt. Wenn du zuviel von der Ölfarbe gemischt mit dem Cold Wax Medium benutzt, fängt gerade dieses Material schnell an zu schmieren.<br />
Aber: zu wenig macht auch nichts her!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://astridkeimer.de/wp-content/uploads/2021/03/B0D34C60-6829-4C94-A1F9-7D9997FC96C2-e1615396299946.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-2594" src="https://astridkeimer.de/wp-content/uploads/2021/03/B0D34C60-6829-4C94-A1F9-7D9997FC96C2-e1615396299946.jpeg" alt="" width="600" height="450" /></a></p>
<p><strong>Du kannst die Technik der Monotypie für transparente Farbflächen benutzen, dann verfährst du wie folgt:</strong> ( Bild 6 und 7 )</p>
<p>1. Du malst die Farbe auf ein Papier, z.B. rollst du sie dünn mit einer Farbwalze auf.<br />
Am besten eignet sich jetzt ein <strong>nicht</strong> saugendes Papier. Es sollte glatt und geleimt sein.( Z.B. Skizzenpapier oder Papier, das sich für Trockenmedien eignet)</p>
<p>Neben der Farbwalze kannst du auch einen Spachtel benutzen, oder auch einen Duschabzieher. Mit diesen Werkzeugen kannst du auch Strukturen erzeugen<br />
und abdrücken.</p>
<p>Wichtig ist nur, daß die Farbe nicht zu dick aufgetragen wird, denn dann ist sie nicht so transparent.<br />
Du kannst auch mit der Wachsmenge experimentieren. Die optimale Mischung zwischen Ölfarbe und dem Kaltwachs-Medium ist 1:1, also 50% Ölfarbe und 50% Kaltwachs. Je mehr Wachs du nimmst, desto transparenter wird die Farbe, aber um so länger dauert auch der Trocknungsvorgang &#8211; und damit die Wartezeit, bis man weitermachen kann!<br />
Bei dieser Gelegeneit kannst du dir auch deine Öltube ansehen. Es gibt unterhalb des Schraubverschlusses eine Anzeige, ob die Farbe transparent, semitransparent oder opak ist. Man kann es an dem Quadrat oder dem Kästchen sehen, transparent = leeres Kästchen, semitransparent = diagonaler Strich halbiert das Kästchen, opak= Schwarz ausgefüllt!<br />
Natürlich wäre in diesem Fall auch eine transparente Farbe günstig!</p>
<p>2. Das Papier legst du wieder auf das Bild und drückst es gut auf die Oberfläche, die wieder halbtrocken sein sollte.</p>
<p>2. Du kannst anstelle des Papiers auch einen Lappen nehmen, den man mit Farbe einrollt. Wenn du den auf dem Bild abdrückst, entstehen strukturelle Effekte, je nachdem, um was für einen Stoff es sich handelt.<br />
Leinen oder gröbere Stoffe könntest du auch ohne Farbe in den halbtrockenen Untergrund des Bildes drücken, dann bekommst du eine Struktur.</p>
<p><a href="https://astridkeimer.de/wp-content/uploads/2021/03/49597AC3-6F81-48D3-A595-39F6D89292AF-e1615396913308.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-2593" src="https://astridkeimer.de/wp-content/uploads/2021/03/49597AC3-6F81-48D3-A595-39F6D89292AF-e1615396913308.jpeg" alt="" width="600" height="450" /></a></p>
<p><strong>Du kannst auch mit einem schon trockenem Untergrund arbeiten. </strong> ( Bild 8 )</p>
<p>Farbflecken, Markierungen und Zeichen können auch auf ein fertiges Bild gedruckt werden. Im Prinzip funktioniert es genauso, wie auf der halbtrockenen Farbfläche</p>
<p>1. Du trägst die gewünschte Farbe oder Farben auf die Glasplatte auf, legst ein geleimtes Papier auf und formst jetzt Linien, Kitzel oder was du möchtest auf der Rückseite des Papiers und drückst auf<br />
diese Weise die Farbe ab.</p>
<p>2. Nimm vorsichtig das Papier von der Glasplatte hoch und drücke es auf dein Bild ab.</p>
<p>Willst du eine größere Farbfläche auf das Bild drucken, rollst du Ölfarbe und ColdWax Medium mit der Walze direkt auf eine nicht saugende Papierfläche, legst es auf dein Bild und drückst es ab.<br />
Auf diese vereinfachte Weise kannst du natürlich auch die Linien und Zeichnen direkt auf das Papier auftragen und auf das Bild abdrücken.</p>
<p>Du kannst auch Stempel benutzen, fertige oder noch schöner sind Selbstgemachte(Bild 9). Alles, was sich abdrucken läßt, ist geeignet für dieses Verfahren. Gefundene Objekte, flache Gegenstände, Objekte aus<br />
dr Natur.</p>
<p>Das Abdrücken von Gegenständen muß mit viel Druck passieren, deshalb ist ein fester Untergrund wichtig. Das Bild sollte am besten auf Holz gemalt sein. Oder auf Papier, das ihr auf eine feste Unterlage legen<br />
könnt.</p>
<p>3. Mit einer Farbwalze wird eine Folie mit der Farbe eingerollt. ( Folie = Müllsack auseinander schneiden &#8211; oder eine dünne Folie nehmen, dann gibt es auch Strukturen !)<br />
Die Folie wird auf das Bild gelegt.<br />
Mit der Walze über die Rückseite der Folie walzen; es drückt sich ein Farbstreifen in der breite der Rolle auf dem Bild ab. ( sie dir das Video im Blog vom 28.07.2020 „stay @home&#8230;. eine Sommermalwoche auf dem Land“ an)</p>
<p>4. Man kann mit Schablonen arbeiten, die du dir aus Papier schneidest oder reißt. ( Bild 10 und 11 )<br />
Mit den Schablonen deckst du Teile deines Bildes ab.<br />
Du rollst mit einer Farbwalze über das gesamte Bild, dort, wo die Schablonen liegen, kommt die Farbe nicht an und das Bild bleibt bestehen.<br />
Die Zwischenräume zwischen den Schablonen werden neu eingefärbt.</p>
<p>5. Du kannst die Farbe mit einem Lösungsmittel auswaschen ( Schellsol oder Balsamterpeninersatz ) Bild 12</p>
<p>6. Zu dem ColdWax &#8211; Medium kann Asche oder Sand hinzugefügt werden. ( Bild 13 ). Einfach mit dem Öl-Wachsgemisch vermengen. Du kannst auch Marmormehl benutzen. ich habe allerdings die schönsten Ergebnisse<br />
bekommen, wenn ich das Marmormehl auf ein grundiertes Holzbrett oder ein festes Papier aufgetragen habe ( es sollte nicht zu flüssig sein, dann reißt es nicht&#8230;) Dazu vermische ich Marmormehl mit einem<br />
Acrylbinder &#8211; ohne Wasserzusatz &#8211; . Diese Masse streiche ich auf und lasse sie trocknen, bevor ich darauf mit dem ColdWax male. ( Bild 14 )</p>
<p>Dieser Kurs findet online Montags um 18 Uhr statt. Interessierte wenden sich am kunst@ astridkeimer.de/</p>
<p>Laß´dich inspirieren von diesen vielen Möglichkeiten. Nur das Experiment hat das Potential, spontane Prozesse anzustoßen. Durch diverse Anregungen, die im Experiment passieren, kannst du dich in deiner künstlerischen Arbeit weiterentwickeln. Wenn du immer auf deinem sicheren Terrain bleibst, passiert nicht viel Neues und du trittst auf der Stelle.<br />
Mit anderen Worten: gehe raus aus deiner Komfortzone, vielleicht machst du dann viele Sachen, die nicht so gut sind. Aber es passiert ganz sicher auch etwas, was dich beflügelt&#8230;.Vertraue mir, die schönsten Ergebnisse entspringen fast alle dem Zufall! Für diese Momente lohnt sich alles!</p>
<a href="https://astridkeimer.de/wp-content/uploads/2021/03/9FE0DEA7-CA04-4F16-8412-3EDC8E0E870E-e1615397517255.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2596" src="https://astridkeimer.de/wp-content/uploads/2021/03/9FE0DEA7-CA04-4F16-8412-3EDC8E0E870E-e1615397517255.jpeg" alt="" width="600" height="450" /></a>
<p>Der Beitrag <a href="https://astridkeimer.de/2021/03/10/cold-wax-medium/">Cold Wax Medium</a> erschien zuerst auf <a href="https://astridkeimer.de">Astrid Keimer</a>.</p>
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		<title>2 Freie Plätze!  Mal-  Sonnabend am 06.04.2019 im Atelier im Gartenhaus, Lübeck</title>
		<link>https://astridkeimer.de/2019/03/17/2-freie-plaetze-mal-sonnabend-am-06-04-2019-im-atelier-im-gartenhaus-luebeck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[vicon]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Mar 2019 00:18:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktivitäten im Atelier]]></category>
		<category><![CDATA[Einblicke ins Atelier]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresprogramm 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Malen am Sonnabend]]></category>
		<category><![CDATA[Workshop]]></category>
		<category><![CDATA[Atelier Astrid Keimer]]></category>
		<category><![CDATA[Farben walzen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
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		<category><![CDATA[Malerei]]></category>
		<category><![CDATA[Malkurs]]></category>
		<category><![CDATA[Ölmalerei]]></category>
		<category><![CDATA[sonnabends Malen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die beliebten Kreativ-Tage am Sonnabend finden auch in diesem Jahr wieder statt. Workshops von 10 &#8211; 17 Uhr eignen sich hervorragend, um in ein bestimmtes Thema mit spannenden Materialien einzutauchen und ohne Zeitdruck etwas auzusprobieren. Auf der neuen Webseite gibt es im  Menü eine eigene Seite für das Jahresprogramm, so sind  die Workshops  jetzt auf [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://astridkeimer.de/2019/03/17/2-freie-plaetze-mal-sonnabend-am-06-04-2019-im-atelier-im-gartenhaus-luebeck/">2 Freie Plätze!  Mal-  Sonnabend am 06.04.2019 im Atelier im Gartenhaus, Lübeck</a> erschien zuerst auf <a href="https://astridkeimer.de">Astrid Keimer</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die beliebten Kreativ-Tage am Sonnabend finden auch in diesem Jahr wieder statt. Workshops von 10 &#8211; 17 Uhr eignen sich hervorragend, um in ein bestimmtes Thema mit spannenden Materialien einzutauchen und ohne Zeitdruck etwas auzusprobieren.</p>
<p>Auf der neuen Webseite gibt es im  Menü eine eigene Seite für das Jahresprogramm, so sind  die Workshops  jetzt auf den ersten Blick zu finden.</p>
<p>Am nächsten Maltag  am Sonnabend, den 06.04.2019 geht es um Farbe, Fläche, Linoldruckrollen und ein größeres Format.</p>
<p>Die Bilder werden in mehreren Schichten gemalt, d.h. wir rollen die Farben mit der Rolle auf das Bild, zum Teil auch transparent, sodaß untere Farben durch die oberen Farbschichten leuchten. Es entsteht eine Illusion von Tiefe und Bewegung.</p>
<p>Man kann auf Figuren und Formen verzichten und gegenstandslos Wirkungen und Atmosphären aufbauen. Stimmungen und Gefühle werden durch spannungsgeladene Farbkompositionen entwickelt, je nach Temperament. Mit Grün könnte man malerisch in den Frühling starten, aber es kann natürlich auch  individuell gemalt werden, auch gegenständlich!</p>
<p>Für diesen Termin gibt es noch 2 freie Plätze, vielleicht hat jetzt jemand Interesse bekommen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hier finden Sie noch einmal die Kursbeschreibung:</p>
<p>Großformatigen Ölbilder sind in diesem Workshop unser Thema. Wir arbeiten auf Papier in der Größe 70 x 100, das wir zuerst grundieren und präparieren.</p>
<p>Ohne Pinsel, aber mit Gummiwalzen und Ölfarbe werden monochrome, weich ineinander verlaufende Farbflächen hergestellt. Dabei geht es in diesem Workshop um die Farbe Grün mit all ihren Nuancierungen, aber auch um Blau und Gelb, die zusammengemischt Grün ergeben. Schicht über Schicht werden ähnliche Formen übereinander gerollt, und es entsteht eine Mischung aus sich überlappenden Farben und Formen mit weichen Konturen und vibrierenden Farbflächen, die das in der Natur aufkommende Wachstum verkörpern.<br />
Wie ein verbindendes Element leuchtet gelegentlich die Imprimitur aus dem Untergrund hervor und suggeriert eine räumliche Bildwirkung.<br />
Zwischendurch kann die Farbfläche mit einem sehr weichen Lappen poliert werden; es entsteht ein edler Glanz und eine haptisches Erlebnis!<br />
Ob das Bild dann ungegenständlich bleibt oder gegenständlich ausgearbeitet wird, ist jedem überlassen.<br />
Auf jeden Fall wird der Workshop sehr erlebnisreich und macht Spaß!<br />
Er verlangt nach einer Zeit, die unbeschleunigt bleibt und in der sich ungestört das Bild Schicht um Schicht entwickeln kann. Ein Mal – Sonnabend ist dafür ideal!<br />
Bitte Gummihandschuhe und, wenn Sie haben, eine Linoldruckrollen mitbringen. (sind aber auch im Atelier ausreichend vorhanden). Denken Sie bitte auch an entsprechende Kleidung! Es kann „schmutzig“ werden!</p>
<p>Kosten: € 80,00 inkl. Material</p>
<p>Termin : 06.04.2019, 10 &#8211; 17 Uhr</p>
<p>Ort: Atelier im Gartenhaus, Roeckstr. 4 A, 23568 Lübeck, kunst@astridkeimer.de</p>
<p>vielleicht sehen wir uns? Ich würde mich freuen.</p>
<p>Herzliche Grüße,</p>
<p>Astrid Keimer</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://astridkeimer.de/2019/03/17/2-freie-plaetze-mal-sonnabend-am-06-04-2019-im-atelier-im-gartenhaus-luebeck/">2 Freie Plätze!  Mal-  Sonnabend am 06.04.2019 im Atelier im Gartenhaus, Lübeck</a> erschien zuerst auf <a href="https://astridkeimer.de">Astrid Keimer</a>.</p>
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